Donnerstag, 6. September 2012

Meine Arbeit im Early Education Center



Ich nutze jetzt mal noch die letzte halbe Stunde meiner 3. Mittagspause an meinem 3. Arbeitstag um euch meine Arbeit etwas näher zu bringen.
Debora und ich arbeiten von Montag bis Freitag ab 8 Uhr im Early Education Center. Dies muss man sich wie ein Kindergarten vorstellen. 
Es gibt 4 Räume, die die Kinder in verschiedene Altersgruppen aufteilt. Debora betreut eine Gruppe von 4 jährigen. In meiner Gruppe sind die Kinder zwischen 2 und 3 Jahre alt. 
Morgens müssen wir beim Frühstück servieren helfen. Bevor die Kinder dann spielen dürfen, haben sie ungefähr eine Stunde Unterricht , in dem sie Zahlen, Buchstaben, Farben kennen lernen. Danach gibt es dann verschiedene Ecken , wie die Leseecke, eine Ecke mit Puppen, mit Bausteinen ... in denen sie spielen dürfen. Wenn gutes Wetter ist dürfen sie auch nach draußen, wo es eine Spielwiese, Klettergerüste, Bobycars,...gibt.
Um halb 12 heißt es dann " kids , we have to clean up the room", es ist Essenszeit. Für Debora und mich heißt es dann wieder Essen austeilen. Wenn alle Kinder gegessen haben und ruhig in ihren Bettchen liegen, dürfen wir dann auch etwas Essen gehen. Entweder wir gehen auf dem Campus  oder nach Hause essen. Kommt immer drauf an was es im Campus zu essen gibt. Dort treffen wir dann auch meistens Jan, der den ganzen Vormittag mit den Hausmeistern gearbeitet hat. Ab jetzt haben wir bis um 3 Uhr Pause. Danach spielen wir mit den Kindern noch bis 6 Uhr. Erst dann haben wir Feierabend :-) 
Da Jan meistens nur bis 5 arbeiten muss, kommt er uns nach seiner Arbeit manchmal im Early Education Center besuchen. Das macht er aber auch wenn die Hausmeister mal gerade keine Arbeit für ihn haben. 

Auf den ersten Blick fallen einem vielleicht kaum Unterschiede zu deutschen Kindergärten auf aber es gibt doch einige. 
Wenn ich das Center mit meinem früheren Kindergarten vergleiche, fallen mir vor allem die strengen Betreuerinnen hier auf. Es herrscht ein sehr strickter,lauter Ton. Auch dürfen sich die Kinder nicht einfach auf unsrern Schoß setzten oder sonstiges. Was ich auch vermisse sind gemeinsame Aktionen wie zusammen basteln oder malen. Die Kinder spielen vorwiegend für sich selbst. 
Was mich jedoch auch sehr erschreckt hat, ist das Essen das den Kindern serviert wird. Gesundes Essen kann man da leider lange suchen. Stattdessen gibt es Chips, vorwiegend fritierte Sachen und Kakao. Dabei wäre es gerade wichtig den Kindern von klein auf beizubringen wie man gesund isst ! 

Ab und zu gibt es auch Mittags Aktivitäten mit den älteren Kindern, bei denen wir auch dabei sein dürfen. Gestern haben wir alle zusammen Kickball gespielt. Eine vereinfachte Form von Baseball. 
Dafür müssen wir uns jedoch im Kindergarten abmelden. 

Meine Mittagspause ist leider zu Ende und ich begebe mich mit Debora mal wieder zu den vielen , schreienden, energiegeladenen, jetzt ausgeschlafenen Kindern und freue mich auf ganz viele strahlende Gesichter , große dunkle Kulleraugen und viele Umarmungen die die Kinder mir geben wenn ich komme  ;-) 

Best wishes :-) 








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